In Deutschland versorgen knapp 17.000 Apotheken täglich mehr als drei Millionen Menschen. Diese Apotheken mit ihren rund 53.000 Apothekerinnen und Apothekern und insgesamt 162.000 Arbeitsplätzen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Denn nur die Vor-Ort-Apotheken bieten Leistungen wie individuelle Arzneimittel-Herstellungen, Medikationsanalysen, Beratung zu Selbstmedikation, Belieferung von Patientinnen und Patienten in Pflegeheimen, Nacht- und Notdienste oder Botendienste an.

Diese Leistungen sind allerdings in Gefahr. Denn: Seit 13 Jahren hat die Politik die Apotheken nicht mehr wirtschaftlich gestärkt, im selben Zeitraum sind die Kosten der Apotheken um 65 Prozent gestiegen. Diese chronische Unterfinanzierung hat dafür gesorgt, dass Deutschland seit 2013 rund 19 Prozent aller Apotheken verloren hat.

Im Koalitionsvertrag ist zwar eine Stärkung der Apotheken vorgesehen – doch bislang liegen dazu keine Pläne vor. Deshalb ruft die ABDA mit dem Aktionstag Versorgungsblackout am 17. Dezember zum Protest auf.
Nach 13 Jahren Honorarstagnation und Apothekensterben ist es in vielen Apotheken kurz vor zwölf. Ein Viertel der Apotheken verharrt in einer prekären wirtschaftlichen Situation und ist auf schnelle Hilfe angewiesen. Ohne eine sofortige Honoraranpassung gehen in weiteren Hunderten Offizinen die Lichter aus. Die Aktion Versorgungsblackout macht darauf symbolisch aufmerksam.

Null Honorarerhöhung, das bedeutet für Sie: Null Versorgungssicherheit. Dagegen protestieren wir.


